Veränderungen an Arbeits-/Sicherheitsschuhe

Seit 2007 dürfen wir als Handwerker die Sicherheitsschuhe nur so verändern, wie es der Schuhhersteller baumustergeprüft-zertifiziert freigegeben hat.

Das bedeutet, dass der Schuhhersteller Aufbaumaterialien und Kleber (dies gilt auch für orthopädische Maßeinlagen) vorgibt, damit der Schuh nach der Anbringung Ihrer Zurichtung bzw. Einlagenversorgung weiterhin die sicherheitsrelevanten Vorgaben des Herstellers erfüllt.

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen die Arbeitssicherheitsschuhe stellt, fragen Sie bitte, ob diese nach DGUV 112-191 (BGR191) gefertigt sind, da diese nur für Zurichtungen und Einlagenversorgungen zugelassen sind.

Bei Sicherheitsschuhen nach DGUV112-191 (BGR191) ist zu beachten, dass es zwei Arten gibt:
  • Schuhe für baumustergeprüfte Maßeinlagen, davon gibt es sehr viele
  • Schuhe für baumustergeprüfte Maßeinlagen und Zurichtungen (z.B. Sohlenveränderungen wie Verkürzungsausgleiche, Abrollhilfen, Sohlenversteifungen etc.), das sind deutlich weniger

Wenn die orthopädischen Versorgungen für Ihre Problematik nicht mehr ausreichend sind, gibt es noch zwei Alternativen:

  • teilkonfektionierte Arbeitssicherheitsschuhe in Einzelfertigung oder
  • orthopädische Maßschuhe als baumustergeprüfte Sicherheitsschuhe

Die Kostenübernahme  ist bei allen orthopädischen Maßnahmen eindeutig gesetzlich geregelt d.h., die konfektionierten Sicherheitsschuhe stellt der Arbeitgeber. Für die zugehörigen Einlagen und/oder Zurichtungen sind die Agentur für Arbeit bzw. die Deutsche Rentenversicherungsanstalt die Kostenträger bei "privaten" Ursachen (z.B. Erkrankungen, private Unfälle etc.)

Bei Berufs-/ und Wege-Unfällen als Ursache für Sicherheitsschuhe mit orthopädischen Komponenten sind die Berufsgenossenschaften zuständig.

Antragsverfahren bei "privaten Ursachen" und 15 Jahre sozialversichert:

Rentenversicherung

  • Erstverordnung: der zuständige Arzt erstellt einen "ärztlichen Befundbericht" (kein Rezept)
  • Der Arbeitgeber stellt eine Notwendigkeitsbescheinigung aus, darin ist z.B. die Sichherheitsschuhklasse (S1,S2,S3) enthalten
  • Die Äntrage G0100 und G0130 (erhältlich über die Rentenversicherungsanstalt Online oder direkt vor Ort) müssen Ihrerseits ausgefüllt werden
  • Den Kostenvoranschlag, die Fotos und Abdrücke Ihrer Füße erhalten Sie von uns.
  • Die kompletten Unterlagen müssen Sie dann zur Rentenverischerung schicken und bei Rückmeldung seitens der Rentenversichung melden Sie sich dann bitte telefonisch bei uns, um den weiteren Ablauf zu klären.

Antragsverfahren bei "privaten Ursachen" und keine 15 sozialversichert:

Agentur für Arbeit

  • Sie kommen mit einem normalen Rezept zu uns 
  • Wir machen Fotos und Abdrücke Ihrer Füße und erstellen einen Kostenvoranschlag
  • Wir reichen alle Unterlagen bei der Agentur für Arbeit ein. Sobald die Genehmigung da ist, rufen wir Sie an, um alles Weitere zu klären

Antragsverfahren bei Berufs- oder Wege-Unfällen:

Erstversorgung über die BG (Berufsgenossenschaft)

  • Der Durchgangs-Arzt stellt eine Verordnung aus (kein normales Rezept) 
  • Wir machen Fotos und Abdrücke Ihrer Füße und reichen diese mit einem Kostenvoranschlag bei Ihrer zuständigen BG ein
  • Die meisten BGs erstellen einen "Schuh-Pass",  in dem die Versorgung für die ersten vier Jahre geregelt ist.

Fragen zu diesem komplexen Thema beantworten wir schnell und kompetent. Melden Sie sich einfach bei uns telefonisch oder kommen Sie vorbei.

Informationen zu diesem Thema erhalten Sie natürlich auch von Ihrem jeweiligen Kostenträger.

Wir freuen uns auf Sie.